Inn
Gesamtlänge: 273 km
Anteil in Schutzgebieten: 1%
Bundesland/Bundesländer: Tirol, Oberösterreich
Charakteristik: Lebensader und Landesfluss Tirols
Factsheet Inn (
PDF-Dokument, 338,55 kB)
Der Inn verfügt zwischen Landeck und Kirchbichl bei Wörgl in Tirol über eine der längsten freien Fließstrecken eines alpinen Flusses im Alpenraum. Auf diesen ca. 140 km kann der Inn, obwohl reguliert, noch ungehindert fließen, ohne dass Querbauwerke, Kraftwerke, Buhnen oder sonstige Hindernisse den Verlauf unterbrechen. Dieses Fließkontinuum begünstigt die Entwicklung und den Erhalt Wasser liebender und im Wasser wandernden Arten. So beherbergt der Inn zwischen Landeck und Kirchbichl vier verschiedene Lebensräume alpiner Flüsse von gesamteuropäischer Bedeutung:
•Alpine Flüsse mit krautiger Ufervegetation (FFH-Anhang 1 Nr. 3320)
•Alpine Flüsse mit Ufergehölzen mit deutscher Tamariske (FFH-Anhang 1 Nr. 3230)
•Alpine Flüsse mit Ufergehölzen der Lavendel-Weide oder Grau-Weide (FFH-Anhang 1 Nr. 3240)
•Auenwälder mit Schwarz-Erle und Gemeine Esche (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (FFH-Anhang 1 Nr. 91E0)
Ökologische Folgen des IKB-Kraftwerk Telfs
Darüber hinaus wird durch dieses Kraftwerksprojekt das Sonderschutzgebiet Rietzer und Mieminger Innauen massiv beeinträchtigt, wie der Naturschutzsachverständige der Tiroler Landesregierung bereits im Zuge der wasserrechtlichen Vorverhandlungen im Mai 2009 feststellte.
Auch 7 von 9 Gutachtern des Konsenswerbers IKB selbst sprechen bei Bestandsanalysen von hoher Eingriffserheblichkeit.
Faktum ist, dass durch die Errichtung des KW Telfs bedeutende Schotterflächen östlich des Sonderschutzgebietes restlos verloren gehen. Habitate für die an Schotterbänke angepassten Tier- und Pflanzenarten, wie Flussuferläufer; Flussregenpfeiffer, spezialisierte Käferarten (Kurzflügelkäfer) und deutsche Tamariske und ebenso wertvolle Naherholungsräume für die Anrainergemeinden am Inn würden für immer verloren gehen.
Nach dem Dafürhalten des WWF steht diese Naturzerstörung durch das KW Telfs in keinem Verhältnis zur minimalen Energieausbeute von 14 Megawatt (Jahresarbeitsvermögen 70 GWh). Mit diesem Kraftwerk könnte lediglich der Stromverbrauchszuwachs Tirols von einem halben Jahr abgedeckt werden. Da es eindeutig auf der Hand liegt, dass einerseits das Sonderschutzgebiet betroffen ist und dass wertvoller Flussraum verloren geht, macht sich der WWF für die Einhaltung der geltenden Gesetze und für den Erhalt dieser Gebiete stark
Die Erhaltung dieser Flusslebensräume ist durch die Richtlinie 92/43/EWG) geregelt.
Darüber hinaus wollen die Österreichische Elektrizitätswerke AG, die TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG) und die Engadiner Kraftwerke AG am Oberen Inn zwischen den Gemeinden Tschlin (Schweiz) und Prutz (Österreich) ein „Gemeinschaftskraftwerk“ (=GKI) mit einer Leistung von 417 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (das sind 417 GWh ) umsetzen.
Für dieses Wasserkraftwerk soll zwischen Martina und Kajetansbrücke bei Ovella ein Wehr zur Wasserfassung errichtet werden. Durch einen Stollen wird das Wasser unterirdisch zum Krafthaus in Prutz zur Stromerzeugung geleitet.
Ein weiteres Kraftwerksprojekt soll in Breitenbach umgesetzt werden. Genau diesem Innabschnitt wurden erst im Jahr 2008 im Rahmen der Kooperation der.inn zwischen Bund, Land und WWF, die Auengewässer zwischen den Gemeinden Radfeld und Kundl um € 170.000 wiederhergestellt
Protestfahrt von kajak.at am Inn
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Bedrohung
Der Inn verfügt zwischen Landeck und Kirchbichl bei Wörgl in Tirol über eine der längsten freien Fließstrecken eines alpinen Flusses im Alpenraum. Auf diesen ca. 140 km kann der Inn, obwohl reguliert, noch ungehindert fließen, ohne dass Querbauwerke, Kraftwerke, Buhnen oder sonstige Hindernisse den Verlauf unterbrechen. Dieses Fließkontinuum begünstigt die Entwicklung und den Erhalt Wasser liebender und im Wasser wandernden Arten. So beherbergt der Inn zwischen Landeck und Kirchbichl vier verschiedene Lebensräume alpiner Flüsse von gesamteuropäischer Bedeutung:
•Alpine Flüsse mit krautiger Ufervegetation (FFH-Anhang 1 Nr. 3320)
•Alpine Flüsse mit Ufergehölzen mit deutscher Tamariske (FFH-Anhang 1 Nr. 3230)
•Alpine Flüsse mit Ufergehölzen der Lavendel-Weide oder Grau-Weide (FFH-Anhang 1 Nr. 3240)
•Auenwälder mit Schwarz-Erle und Gemeine Esche (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) (FFH-Anhang 1 Nr. 91E0)
Ökologische Folgen des IKB-Kraftwerk Telfs
Darüber hinaus wird durch dieses Kraftwerksprojekt das Sonderschutzgebiet Rietzer und Mieminger Innauen massiv beeinträchtigt, wie der Naturschutzsachverständige der Tiroler Landesregierung bereits im Zuge der wasserrechtlichen Vorverhandlungen im Mai 2009 feststellte.
Auch 7 von 9 Gutachtern des Konsenswerbers IKB selbst sprechen bei Bestandsanalysen von hoher Eingriffserheblichkeit.
Faktum ist, dass durch die Errichtung des KW Telfs bedeutende Schotterflächen östlich des Sonderschutzgebietes restlos verloren gehen. Habitate für die an Schotterbänke angepassten Tier- und Pflanzenarten, wie Flussuferläufer; Flussregenpfeiffer, spezialisierte Käferarten (Kurzflügelkäfer) und deutsche Tamariske und ebenso wertvolle Naherholungsräume für die Anrainergemeinden am Inn würden für immer verloren gehen.
Nach dem Dafürhalten des WWF steht diese Naturzerstörung durch das KW Telfs in keinem Verhältnis zur minimalen Energieausbeute von 14 Megawatt (Jahresarbeitsvermögen 70 GWh). Mit diesem Kraftwerk könnte lediglich der Stromverbrauchszuwachs Tirols von einem halben Jahr abgedeckt werden. Da es eindeutig auf der Hand liegt, dass einerseits das Sonderschutzgebiet betroffen ist und dass wertvoller Flussraum verloren geht, macht sich der WWF für die Einhaltung der geltenden Gesetze und für den Erhalt dieser Gebiete stark
Die Erhaltung dieser Flusslebensräume ist durch die Richtlinie 92/43/EWG) geregelt.
Darüber hinaus wollen die Österreichische Elektrizitätswerke AG, die TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG) und die Engadiner Kraftwerke AG am Oberen Inn zwischen den Gemeinden Tschlin (Schweiz) und Prutz (Österreich) ein „Gemeinschaftskraftwerk“ (=GKI) mit einer Leistung von 417 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (das sind 417 GWh ) umsetzen.
Für dieses Wasserkraftwerk soll zwischen Martina und Kajetansbrücke bei Ovella ein Wehr zur Wasserfassung errichtet werden. Durch einen Stollen wird das Wasser unterirdisch zum Krafthaus in Prutz zur Stromerzeugung geleitet.
Ein weiteres Kraftwerksprojekt soll in Breitenbach umgesetzt werden. Genau diesem Innabschnitt wurden erst im Jahr 2008 im Rahmen der Kooperation der.inn zwischen Bund, Land und WWF, die Auengewässer zwischen den Gemeinden Radfeld und Kundl um € 170.000 wiederhergestellt
Protestfahrt von kajak.at am Inn





