Weshalb ist die Isel so besonders?
Die Isel ist nicht nur ein landschaftlich reizvoller, sondern auch ein ökologisch bedeutsamer Fluss. Etliche vom Aussterben bedrohte, heimische Tier- und Pflanzenarten finden hier einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum.

- Flussuferläufereier © M.Schmidt
Wichtiges Flussuferläufer-Revier stark gefährdet
Der anmutige Vogel mit seinen langen Beinen und dem weißen Fleck zwischen Flügeln und Brust, ist ein typischer Flussbewohner. Er ist auf dynamische Schotterbänke und Flussinseln ebenso angewiesen wie auf natürlich erhaltene Flussufer. Dort findet er seine Nahrung – kleine Wasserorganismen und Insekten.
Das Bundesland Tirol ist Heimat der größten Population des Flussuferläufers in Österreich. 20 bis 30 Brutpaare brüten alljährlich in Osttirol – die Hälfte davon an der Isel. Der zierliche Bodenbrüter ist nicht nur auf die natürliche Umgebung von Fließgewässern angewiesen, sondern jedes Brutpaar benötigt bis zu einem Kilometer Uferbereich als Revier - jede Uferverbauung bedeutet daher enormen Lebensraumverlust. Fließgewässer zählen in Österreich zu den bedrohten Vogelhabitaten – jedes Flussuferläufer-Brutpaar ist daher von essentieller Bedeutung.
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- Deutsche Tamariske
Deutsche Tamariske – In Deutschland ausgestorben, heimisch an der Isel
Neben dem Flussuferläufer ist die Isel - gemeinsam mit dem Lech - auch der wichtigste Standort Österreichs für die stark gefährdete Deutsche Tamariske. Der bis zu zwei Meter hohe immergrüne Strauch wächst auf Kies- und Schotterbänken. Mit seinem tiefen und ausgeprägten Wurzelsystem trägt er zur Festigung des Bodens bei. Insgesamt sind im Isel-Einzugsgebiet rund 12 Hektar auf 26 Flusskilometern bewachsen. Bezogen auf den Flussraum, sind diese Bestände sogar noch größer als jene am Tiroler Lech.
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- Äsche
Äsche und Huchen
Auch die größte Lachsart der Welt – der Huchen – kommt an der Isel vor. Wie die Äsche, liebt auch der Huchen kalte und sauerstoffreiche Flüsse mit Kiesgrund. Besonders Uferverbauungen und Begradigungen, vor allem aber Staue und Wehranlagen setzen den Beständen von Äsche und Huchen sehr stark zu. An der Isel finden beide Arten noch gute Bedingungen für eine selbstständige Reproduktion vor.
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